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fff ff
fff ff

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... da steckt Musik drin


 

Seine Gesten blieben nur leere Posen, wenn sie nicht
Musik auslösen, und sein Führungsanspruch verhallte
ohne Ziel. Der Dirigent braucht ein Orchester, das er als
dessen Gebieter verkörpert, auf dem er spielt und dem er
seinen Willen aufzwingt. Als Interpretationshilfe dient
ihm ein dünnes Stück Holz: der Taktstock. So bescheiden
sich dieser als Symbol von Macht auch gibt - er muß
Spannung haben, und Seele. Nur so wird er Teil des In-
strumentes, das dem Spiel des Meisters folgt.

 

 

 

 

 

Ein bißchen verlegen wird er
schon, überlegt noch einmal,
was er sagen soll, dann aber
kommt es doch verhalten aus
ihm heraus:"Wenn der Takt-
stock stimmt, stimmt auch die
Musik. Sozusagen." Karl Sei-
del will damit die Bedeutung
umschreiben, die so ein
Stückchen Holz in der Hand
eines sensiblen Dirigenten auf
ff

 

andere hat und seine ma-
gische Wirkung von Macht für
denjenigen, der damit Ton auf
Ton setzt und seine Idealvor-
stellung vom Werk eines
Komponisten verwirklicht.
Seidel weiß wohl, wovon er
spricht, denn für ihn hat jeder
Taktstock das gewisse Etwas,
das ihn zu einem individuellen,
vom Benutzer hoch ge-


 

schätzten Werkzeug macht.
Es läßt sich nicht messen und
nicht exakt reproduzieren,
geschweige denn kopieren;
"das Ganze ist Gefühls-
sache".

Gemeint ist damit die Art und
Weise, wie man einen Takt-
stock herstellt, besser im
Auftrag maßschneidert. So

 

zurechtstutzt, daß sein
Schwerpunkt jeweils genau
an die richtige Stelle kommt,
daß der Stock die nötige Span-
nung hat und gut in der Hand
liegt, daß er einfach ausge-
wogen ist. Dazu gehört viel
Feingespür fürs Material und
die nötige Sensibilität für Kun-
denwünsche. Hierzulande gibt es nur einen, der sich solche
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